10 Lebensmittel die Testosteron senken7 Minuten Lesezeit

10 Lebensmittel die Testosteron senken7 Minuten Lesezeit

Es gibt viele Gründe dafür, dass die Testosteronwerte jedes Jahr zurückgehen, aber ein entscheidender ist die Ernährung.

In der westlichen Welt greifen wir, fleißig beworben durch Regierungsinstitutionen, hauptsächlich auf Nahrungsmitteln zurück, die grundlegend verschieden sind zu denen, die wir den Großteil unserer Entwicklung gegessen haben.
Unsere Körper haben sich an diese Art der Ernährung (noch) nicht angepasst und dementsprechend bekommen wir die Konsequenzen zu spüren: Die Übergewichtsraten schnellen überall nach oben, Zivilisationskrankheiten nehmen zu und Testosteronspiegel sinken.

Ohne die richtige Ernährung kann deine Testosteronproduktion nicht funktionieren. Denn über die Nahrung lieferst du deinem Körper die Bausteine und Rohstoffe. Du kannst dich entweder so ernähren, dass dein Körper funktioniert wie eine gut geölte Maschine oder es ruckelt und quietscht, weil du den falschen Treibstoff in den Tank füllst.

In diesem Artikel werden wir uns 10 Lebensmittel anschauen, die deine Testosteronproduktion sabotieren.

1. Pflanzliche Öle

In diesem Artikel haben wir uns angesehen, warum Fette so wichtig sind für deine Testosteronproduktion.

Aber es ist nicht egal, welche Art von Fett. Denn während gesättigte und einfach-ungesättigte Fettsäuren Testosteron steigern, schaden dir mehrfach-ungesättigte.

Jahrelang wurde uns durch die sympatische Margarine-Werbung eingetrichtert, dass pflanzliche Fette, die reich sind an mehrfach-ungesättigten Fettsäuren, gesund sind. Aber das Gegenteil ist der Fall.

Das Problem mit diesen pflanzlichen Fetten ist, dass das Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 oft sehr ungünstig ist.

Es wird angenommen, dass ein Verhältnis von 1:1 als gesund und natürlich gilt. Wir sind mittlerweile bei 16:1 zugunsten der Omega-6 Fettsäuren angekommen. (Quelle)

Das Problem damit ist, dass Omega-6 Fettsäuren Entzündungen begünstigen.

Und diese chronischen Entzündungen senken Testosteron und begünstigen eine ganze Reihe anderer Zivilisationskrankheiten. (Quelle)

Vermeide aus diesem Grund Sonnenblumenöl, Distelöl, Sojaöl, Rapsöl und Margarine.

Verwende stattdessen Kokosöl, Olivenöl, Arganöl, Butter oder Ghee.

2. Transfette

Transfette sind noch schlimmer als mehrfach-ungesättigte Fettsäuren. Das sind ebenfalls pflanzliche Öle, die allerdings noch weiter industriell bearbeitet werden, um sie stabiler zu machen.

Es ist mittlerweile weitläufig bekannt, wie ungesund diese Art von Fetten sind. In den USA sollen sie aus diesem Grund sogar verbannt werde. (Mehr dazu)

Transfette senken Testosteron, reduzieren deine Spermienzahl und 2% mehr Transfette in der Ernährung führen zu einer Erhöhnung des Risikos für Herzkreislauferkrankungen von 23%. (Quelle, Quelle, Quelle)

Da sie günstig und einfach zu verarbeiten sind, kommen sie in den meisten Fast Food Restaurants zum Einsatz. Insbesondere beim Frittieren.

3. Soja

 

Soja ist im Moment im Zentrum einer heftigen Kontroverse.

Die einen sagen, dass es eine wertvolle Proteinquelle ist und es keine Studien gibt, die zeigen, dass es Testosteron senkt.

Die anderen sagen, dass Soja zu Männerbrüsten, Östrogenüberschuss und Nintendo Wii Nutzung führt.

Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen.

Denn es gibt deutliche Hinweise darauf, dass Soja negative Auswirkungen auf den männlichen Körper hat.

  • 2004 fand ein Forscherteam um Trent D. Lund heraus, dass ein in Soja enthaltenes Isoflavonid namens Equol dazu in der Lage ist, die Aktivität von Dihydrotestosteron (DHT) fast vollständig zu unterbinden. (DHT=Testosteron x5) (Quelle)
  • Eine Studie von 2011 beobachtete einen 19 Jahre alten Mann, der eine Soja-basierte Ernährung begann. Im Laufe der Studie verlor er sein Interesse an Sex und litt an erektiler Dysfunktion. Testosteron und DHT fielen bedenklich. 1 Jahr nachdem er die Diät beendete, erholten sich seine erektile und hormonelle Gesundheit vollständig. (Quelle)
  • Eine Studie von 2013 stellte fest, dass Sojaprotein im Anschluss an das Training den Testosteronspiegel senkt.
  • 2008 wurden 99 unfruchtbare Männer untersucht und diejenigen, die am meisten Soja aßen, hatten die niedrigste Spermienzahl. (Quelle)
  • Zwei Studien zeigen, dass männliche Ratten, die schon im Mutterbauch viel Soja ausgesetzt waren, Probleme hatten ihre Geschlechtsorgane zu entwickeln. (Quelle, Quelle)
  • Forscher fanden 2005 heraus, dass Soja-Protein Testosteron und DHT in jungen Männern senkt. (Quelle)

4. Leinsamen

Leinsamen gelten als sehr gesund, aufgrund der hohen Omega-3-Werte. Für Männer sind sie allerdings nicht die beste Quelle dieser Fettsäuren.

Denn auch Leinsamen enthalten pflanzliche Stoffe, die östrogenähnliche Wirkung im Körper haben.

In einer Studie konnte eine Frau, die unter Testosteronüberschuss litt, ihre Werte durch täglich 30g Leinsamen um 70% reduzieren. (Quelle) Natürlich lässt sich das nicht 1:1 auf gesunde Männer übertragen, aber es zeigt trotzdem, dass Leinsamen eine starke anti-androgene Wirkung haben.

Eine bessere Quelle für Omega-3 Fettsäuren sind Fischprodukte.

5. Lakritze

Das Thema ist noch nicht besonders intensiv erforscht, aber es gibt trotzdem klare Indizien, dass Lakritze nicht die beste Süßigkeit für Männer ist

Eine Studie hat festgestellt, das schon 7 gramm täglich über 4 Tage zu einem signifikanten Absinken des Testosteronspiegels führt. (Quelle)

Nachdem der Lakritzkonsum eingeschränkt wurde, erholten sich die Werte vollständig.

Es wird vermutet, dass der Wirkstoff Glycyrrhizin dafür verantwortlich ist.

6. Minze

Minze ist leider auch keine gute Snackalternative.

Menthol senkt Testosteron und mindert den Sex Drive.

In einer Studie mit Ratten stellten die Forscher fest, dass der Testosteronspiegel um 51% abfiel, wenn die Tiere Grünen-Minztee im Verhältnis 20g/l verabreicht bekamen. (Quelle)

Die einzige menschliche Studie zu dem Thema wurde mit Frauen durchgeführt, die einen Testosteronüberschuss hatten. Eine Tasse Minztee, zweimal am Tag für 5 Tage, senkten das freie Testosteron um satte 30%. (Quelle)

7. Alkohol und insbesondere Bier

Es ist keine Überraschung, dass Alkohol Testosteron senkt, aber ein Glas hier und da wird keinen dramatischen Unterschied machen.

In einer Studie sollte eine Gruppe von Männern und Frauen jeden Tag 2-3 Drinks zu sich nehmen. Für 3 Wochen.

Die Testosteronwerte der Männer fielen um 6,8%, die der Frauen veränderte sich nicht. (Quelle)

In einer anderen Studie, in der die Alkoholmenge erhöht wurde, fielen die Werte deutlicher, um satte 23%. (Quelle)

Wie überall gilt: Die Dosis macht das Gift.

Bei Ratten, die beispielsweise mit 5% ihrer täglichen Kalorien aus Alkohol gefüttert wurden, schrumpften die Genitalien um 50%.

Wichtiger ist Was du trinkst. Denn der Hopfen aus Bier enthält ebenfalls Phytoöstrogene, die Testosteron senken. Wein ist die bessere Alternative.

8. Milchprodukte

60-70% der Östrogene, die wir mit der Nahrung aufnehmen, stammen aus Milchprodukten. (Studie)

Milchkühe aus Massenbetrieben werden 300 Tage im Jahr schwanger gehalten und mit Hormonen, sowie schlechter Ernährung vollgepumpt.

In einer japanischen Studie, in der Männer 600ml Milch am Tag tranken, stieg der Östrogenspiegel signifikant an und Testosteron wurde unterdrückt. (Studie)

Verzichte also auf Milchprodukte so weit wie möglich.

Wenn du absolut nicht ohne kannst, dann greife zumindest zu fettarmer Milch, denn die Hormone sind fettlöslich und befinden sich hauptsächlich im Milchfett.

9. Fleisch aus Massentierhaltung

Abgesehen von den moralischen Schwierigkeiten damit, werden Tiere aus Massentierhaltung mit einer komplett unnatürlichen Nahrung gefüttert, ihnen werden Hormone, sowie Antibiotika gespritzt.

Im Fettgewebe dieser Tiere sammeln sich die Schadstoffe an und es gibt Indizien, dass der Verzehr dieser Fleischprodukte Östrogen im Körper steigert. (Quelle)

Im Gegensatz dazu ist Fleisch von grasgeweideten Tieren durchaus in der Lage Testosteron zu steigern. (Quelle)

10. Getreideprodukte

Die meisten Getreidearten enthalten ein Protein, dass einige Berühmtheit erlangt hat: Gluten.

Auch hier spalten sich die Geister, wie schädlich es denn jetzt wirklich ist. Eins ist für uns hierbei wichtig: Gluten steigert Prolaktin. (Mehr dazu)

Prolaktin ist ein Gegenspieler von Testosteron und ein Anstieg dieses Hormons unterdrückt Testo und Dopamin.

Außerdem werden stark verarbeitete Getreideprodukte mit einer Reihe von Erkrankungen in Verbindung gebracht, weil sie eine stärkere Insulinreaktion hervorrufen, als purer Zucker.

Keine guten Voraussetzungen für eine gesunde T-Produktion.

Fazit

Mit diesem Artikel will ich dich nicht Paranoid machen.

So gut wie niemand kann sich an alle Regeln halten, die man ständig vorgeschrieben bekommt und die angeblich gesund sein sollen.

Sieh es mehr als eine Richtlinie und versuche so viel wie möglich in deinen Alltag zu integrieren, ohne dass du dabei vollkommen ausbrennst. Es gibt zahlreiche gesunde Alternativen. Hier findest du die Liste mit den 20 besten Lebensmitteln für dein Testosteron.

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