4 vergessene Schritte für endlose Motivation – Steigere deine Motivations Hormone10 Minuten Lesezeit

4 vergessene Schritte für endlose Motivation – Steigere deine Motivations Hormone10 Minuten Lesezeit

Egal was du erreichen willst, ob abnehmen, bessere Noten schreiben oder gesünder essen – du brauchst die Motivation und Disziplin, um dranzubleiben. Auch und besonders wenn es hart wird.

Doch das ist leichter gesagt als getan. Denn die meisten haben Schwierigkeiten diese Motivation zu finden.

Warum ist das so?

Nun, natürlich gibt es 100 verschiedene Faktoren, die wichtig sind für das Phänomen der Motivation, aber zwei ganz entscheidende (aber leider oft vergessene) schauen wir uns in diesem Artikel an.

Du wirst lernen, wie du deine Motivation steigern kannst, indem du die Hormone nutzt, die für dieses Gefühl zuständig sind!

Die Motivationshormone

Das Thema der Motivation ist maßlos überladen. Jeden Tag werden dazu neue Bücher, neuer Artikel und Videos veröffentlicht, die alle das Geheimnis gelüftet haben (wollen).

Glückwunsch, du liest gerade einen davon. Aber worauf ich hinaus will ist das: Es kommen täglich neue Techniken und Strategien auf den Markt, die auf die ein oder andere Art und Weise die Motivation beeinflussen sollen. Und ich bin mir sicher sie haben ihren Nutzen, aber meiner Erfahrung nach korrigieren sich viele Probleme von alleine, sobald die Basics stimmen.

Andersrum: Wenn die Basics nicht stimmen, dann bringen dir auch die besten Motivationstechniken nichts.

Und die Grundlagen der Motivation liegen auf hormoneller Ebene. Denn letztendlich ist Motivation ein Phänomen, das auf bestimmte Neurotransmitter und Hormone zurückzuführen ist.

Die zwei wichtigsten sind: Testosteron und Dopamin.

Dazu zwei kurze Reddit-Anekdoten:

 

Natürlich ist der Motivationsprozess komplex und es gibt 100 andere Faktoren und Transmitter, die daran beteiligt sind.

Aber ohne Zweifel sind Testosteron und Dopamin ganz entscheidend für unsere Motivation verantwortlich. Sie machen das Gefühl der Motivation überhaupt erst möglich.

Die beiden Hormone ergänzen einander und beeinflussen sich gegenseitig positiv.

Höhere Dopaminlevels begünstigen die Testosteronproduktion und umgekehrt zieht ein Mangel des einen Hormons auch das andere nach unten.

Testosteron und Motivation

The emotion of sex is an irresistible force against which there can be no such opposition as an immovable body. When driven by this emotion, individuals become gifted with a super power for action.

Napoleon Hill

Ganz ohne Zweifel ist Testosteron Hauptverantwortlicher für die sogenannte „sexuelle Motivation“. Das heißt, das Verlangen nach Sex und die Libido.

Aber frag mal einen Mann mit einem Testosteronmangel, wie es mit seiner Motivation im Allgemeinen aussieht. Höchstwahrscheinlich wird seine Antwort nicht besonders positiv ausfallen.

Wenn du am Morgen nicht mehr mit der gleichen Energie aufwachst und nicht mehr so viel Antrieb hast, dann könnte Testosteron dafür verantwortlich sein. Oder besser gesagt: Zu wenig davon.
Testosteron stärkt nicht nur den Sexdrive, sondern auch den Antrieb und Siegeswillen, insbesondere wenn wir ein Ziel vor Augen haben.

Studien

Coates und Herbert haben in ihrer Studie einen Zusammenhang zwischen hohen Testosteronwerten und finanziellem Erfolg festgestellt. Sie untersuchten Börsenhändler und stellten fest, dass diejenigen mit höheren Werten im Schnitt auch die erfolgreicheren waren. (Studie)

In einer Studie von 2006 wurde anhand der Testosteronwerte vorausgesagt, ob jemand nach einer Niederlage in einem Spiel noch einmal bereit ist zu spielen, oder aussteigt. Wenn nach der Niederlage der Testosteronspiegel nach unten sank, dann war es deutlich unwahrscheinlicher, dass der Proband noch eine Partie spielte. Wenn die Werte gleich blieben war er eher geneigt noch eine Partie zu spielen. (Studie)

Dann gibt es noch eine interessante Studie von 1999, bei der männliche Teilnehmer in zwei Gruppen eingeteilt wurden.
Die erste Gruppe sollte sich vorstellen, wie es sich anfühlt, wenn sie den Erfolg erreicht hätten, den sie sich wünschen. Die andere Gruppe tat nichts dergleichen. Vorher und nachher wurden die Testosteronwerte gemessen und siehe da: Bei der ersten Gruppe konnten die Forscher einen signifikanten Anstieg feststellen.

Der Erfolgsautor Napoleon Hill schreibt in seinem überragenden Klassiker „Think and grow rich“ (absolutes must-read), dass die erfolgreichsten Unternehmer einen enormen Sexdrive haben. Sie nutzen diese Energie, um sie in Kreativität und eine „super power for action“ umzuwandeln. Das Verlangen setzt diese Menschen unter Strom und treibt sie an großartige Dinge zu vollbringen.

The mere possession of sex energy itself is not sufficient to produce genius. The energy must be transmuted from desire for merely physical contact, into some other form of desire and action before it will lift one to the status of a genius.

Napoleon Hill

Wie funktioniert „diese Umwandlung der sexuellen Energie”? Keine Sorge, schauen wir uns an, wenn wir zum praktischen Teil kommen.

Dopamin und Motivation

Was glaubst du passiert, wenn man Tieren vollständig den Neurotransmitter Dopamin entzieht?
Sie verhungern und verdursten.
Und das auch, wenn Nahrung direkt vor ihrer Nase liegt. Denn sie verlieren vollständig ihren Antrieb zu essen oder sonst irgendwas zu tun. (Studie)

Entgegen der weit verbreiteten Annahme ist es NICHT das „Belohnungshormon“, sondern der Motivationstransmitter. Es hat seine Aufgabe, bevor die eigentliche Belohnung eintritt. Dopamin treibt uns zu Handlungen, die Belohnungen versprechen.

Durch eine gesunde Dopaminproduktion ermüden wir weniger schnell (Studie), wir halten durch, auch wenn es schwierig ist: Sei es im Fitnessstudio, um den eigenen Traumkörper zu bekommen, im Beruf, um den eigenen Sales-Rekord zu brechen oder um das eigene Business ans Laufen zu kriegen.

Doch der Haken an der Sache ist: Genauso kann es uns auch zu Handlungen treiben, die schnelle Belohnungen abwerfen, aber uns eigentlich schaden.

Wenn du z.B. hungrig bei McDonalds vorbeifährst und plötzlich in deinem Kopf Bilder saftiger Burger aufflackern und ein unbändiges Verlangen in dir hochkocht – ist Dopamin am Werk.

Oder wenn du deinen PC hochfährst und dir plötzlich einfällt, dass es diese Seite gibt, die dir direkt ein angenehmes Gefühl gibt, dadurch, dass sie dir zahllose nackte Frauen präsentiert – ist Dopamin am Werk.

Auch wenn du eigentlich weißt, dass diese Handlungen dir schaden, kannst du dich kaum dagegen wehren.

Der erste Schritt, um Dopamin wirksam zu steigern ist es, diese Sucht nach kurzfristigen schnellen Belohnungen zu überwinden. Denn die kapern dein Belohnungssystem, dadurch, dass sie schnelle Belohnungen ohne Arbeit versprechen. Dementsprechend wirst du dich nicht mehr für größere, anstrengende Ziele motivieren können, weil dein Gehirn daran gewöhnt ist, alles sofort zu bekommen.

Die größten Dopaminkiller sind in dem Sinne Pornos, Social Media, Fast Food, Computerspiele und Fernsehen.

Wie du diese negativen, kurzfristig-belohnenden Handlungen überwindest und Dopamin für deine langfristigen Ziele einsetzt, ist ein langes Thema. Intensiv bearbeite ich das in meinem günstigen Online-Kurs. Schau mal rein. (Insbesondere, wenn du mit Porno-, Fast Food- oder Social Media-Sucht zu kämpfen hast. Die rauben dir dein Dopamin.)

Der zweite Schritt besteht darin, aktiv Maßnahme zu ergreifen, die Dopamin erhöhen. Die effektivsten sind:

  1. Meditieren
  2. Kalt duschen
  3. Regelmäßig raus und in die Sonne gehen
  4. Sport treiben
  5. Intermittierendes Fasten

Mehr Motivation mit der Macht der Hormone

Was genau kannst du aus Alldem jetzt konkret mitnehmen?

Schritt 1: Testosteron steigern, um deine „sexuelle Energie“ zu stärken

Viele, die das Buch „Think and grow rich“ von Napoleon Hill gelesen haben, verstehen nicht, was mit dieser Energie gemeint ist und erst recht nicht, wie sie sie nutzen können.

Doch als erstes frage dich folgendes: Wie willst du diese Energie überhaupt nutzen, wenn du nicht genug hast?

Bevor du sie also umwandeln kannst, musst du sie erstmal kultivieren.

Und das gelingt dir zum einen, indem du Testosteron steigerst. Wie du das anstellst, erfährst du im Detail und Schritt für Schritt hier.

Schritt 2: Aus negativen Belohnungskreisläufen ausbrechen und Dopamin steigern

Eine detaillierte Anleitung findest du hier.

Schritt 3: Ziel(e) setzen

Jetzt wo deine Testosteron- und Dopaminlevel stimmen, kannst du die beiden gezielt einsetzen, um deine Motivation durch die Decke gehen zu lassen.

Dopamin wird aktiviert, wenn du eine Belohnung anstrebst, die dir wichtig ist. Es ist der Transmitter, der traditionell dafür gemacht ist, dass du dich weiterentwickelst, um deine Chancen auf Fortpflanzung und Überleben zu verbessern.

Das bedeutet: Du brauchst ein Ziel, dass dir am Herzen liegt, damit Dopamin aktiv werden kann.

Und auf die gleiche Art und Weise zapfst du die „Sex-Energie“ an, von der Napoleon Hill redet, um deine Motivation anzuheizen.

Du brauchst eine Inspiration, die dich in brennende Leidenschaft versetzt. Diese Inspiration ist größer als Sex oder Frauen. In diese Leidenschaft lenkst du deine Energie und lässt dich von ihr zu deinem Ziel tragen.

Bevor ich zu sehr in die spirituelle Richtung abdrifte, hier eine simple Anleitung, wie du dir effektiv Ziele setzt (inspiriert durch zenhabits):

  1. Brainstormen: Wenn du nicht schon eine Liste mit den Dingen hast, die du erreichen willst, dann ist es JETZT an der Zeit dafür. Schreib alles auf, egal wie unrealistisch, oder wie weit entfernt.
  2. Die eine Sache, die dein Leben in diesem Jahr am stärksten verändern kann: Gehe deine Liste durch und suche das eine Ziel raus, das dein Leben innerhalb eines Jahres am stärksten verändern kann. Wichtig: Es muss etwas sein, das Leidenschaft in dir aufflammen lässt.
  3. Kreiere ein Mantra: Die Idee kommt von Guy Kawasaki, der der Meinung ist, Unternehmen sollten statt einem „Mission Statement“ ein Mantra von 2-5 Worten entwerfen. Dadurch kann die Vision leichter in Erinnerung gerufen werden. Kannst du deine Vision oder dein Ziel auf 2-5 Wörter runterbrechen? Schreibe sie auf ein Kärtchen, das du mit dir rumtragen kannst und wiederhole die Worte täglich.

Schritt 4: Ins Handeln kommen

Ein spannendes „Motivationphänomen“ ist das: Motivation entsteht oft automatisch, sobald du anfängst zu handeln. Der berühmte

Diese Tipps werden dir helfen loszulegen:

  1. Starte klein: Wie ich auch in meinem Gewohnheitskurs empfehle, ist es wichtig klein anzufangen. Ich weiß, das ist kontraintuitiv. Denn wir haben die Neigung mit riesigen Schritten loszulegen, wenn wir uns erstmal ein starkes Ziel gesetzt haben. Doch jeder, der es schonmal mit Neujahrsvorsätzen versucht hat, weiß, wie das in der Regel ausgeht. Wir starten topmotiviert und nehmen uns vor jeden Tag joggen zu gehen und gesund zu essen. Nach spätestens 2 Wochen ist die Motivation allerdings abgeflacht und die Willenskraft reicht nicht, um das Pensum aufrechtzuerhalten. Nach spätestens 3 Wochen ist alles wieder beim alten und das Projekt wird auf das nächste Jahr verschoben.
  2. Steigere dich also langsam. Fang klein an. Wenn dein Ziel das Sixpack im Sommer ist, dann nimm dir fürs neue Jahr vor 5 Minuten am Tag laufen zu gehen. Sobald das problemlos funktioniert 10. Anschließend 15. Und so weiter und sofort. Gibt dir zeit dich an diese neuen Handlungen zu gewöhnen und überfordere dich nicht. Dadurch entsteht nur Frustration.
  3. Kenne dein Warum: Wie du deine Ziele herausfindest, haben wir geklärt. Aber es ist wichtig, dass du auch weißt, WARUM du diese Ziele erreichen willst. Ergründe deine Motivation. Vielleicht willst du jemanden beeindrucken, vielleicht willst du deinen Liebsten einen Traum erfüllen – was auch immer es ist, schreib es auf.
  4. Verpflichte dich öffentlich: Du kannst dich beispielsweise auf der Webseite Beeminder zu einer täglichen Handlung oder einem Ziel verpflichten. Ansonsten erzähle deinen Freunden davon und sage ihnen ganz spezifisch, bis wann du dein Ziel erreichen möchtest. Oder schreibe mir eine Mail, ich freue mich von deinem Vorhaben zu hören: mail@liberadix.de

Fazit

Motivation ist ein riesen Thema bei dem es viele verschiedene Perspektiven zu beleuchten gibt.

Mein Ziel mit diesem Artikel war es, dir die essenziellen Grundlagen zu zeigen und konkrete Schritte zu geben, wie du noch heute starten kannst diese Basics umzusetzen.

Um deine Motivation zu steigern, braucht es diese Schritte:

  • Testosteron (und „sexuelle Energie“) erhöhen
  • Dopamin an richtige Belohnungen koppeln
  • Ziel(e) setzen
  • Loslegen

Der Artikel hatte ein etwas anderes Format als sonst, deshalb freue ich mich über deinen Kommentar, wie er dir gefallen hat.

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